Mein Name war Cindy!
So wie auch Muffin lernte ich Wolfgang kennen, als er sich um unsere Rudelchefin bemühte. Es wurde von mir behauptet, dass man sich meine Sympathie stets erst mal erarbeiten musste. Als ehemaliger Straßenhund war ich mit einer guten Portion Skepsis allem Neuen gegenüber ausgestattet.
Ursprünglich kam ich aus Ungarn – deshalb mein Spitzname „Cindy – die Csárdásfürstin“, den fand Wolfgang passend, der Scherzkeks. Und feurig war ich ja auch immer. Das machte allein schon der Anteil Terrier in mir aus. Ich war schon vor Muffin bei Claudia eingezogen und als er dann dazu kam, war meine Welt komplett – und dann kam noch Wolfgang, jetzt hatte ich einen Menschen für mich. Einfach super 🙂 .
Und was ich für eine Leben hatte: Wandern, Reisen, Übersiedeln, neue Freunde kennenlernen und massig Spazierengehen – das war cool, v.a. wenn wir alle vier komplett waren. Vor uns war kein Berg, kein Gipfel und kein See sicher. Und im Burgenland hatte ich dann einen ganzen Hof für mich!
Wer sich aller in meinem Stammbaum verewigt hatte, wusste keiner mehr. Ich hatte eine Mähne wie ein Löwe, Fell wie ein Terrier, einen langen Rücken und ein robustes Gangwerk. Im Laufe meines Lebens wechselt meine Farbe von Cappuccino-Braun zu Weiß – wie sich das halt für eine Grande Dame von Welt gehört. Und ich hatte bis zum letzten Atemzug ein schönes Leben: meine Menschen kümmerten sich um mich, forderten mich in meinen guten Jahren, schauten auf mich als ich alt wurde, gingen mit mir die Wege die ich noch gehen konnte, freuten sich mit mir über Schnee, lachten über die Löcher, die ich unter Weide und Forsythie im Garten buddelte, und wenn ich mal zickig war, war’s auch ok.
Auch Cindy – die Csárdásfürstin ist, wie alle Vierbeiner die mich begleiteten, viel zu früh, im Dezember 2024 über die Regenbogenbrücke vorausgegangen…
„Hunde haben eine Art, die Menschen zu finden, die sie brauchen, und eine Leere zu füllen, von der wir gar nicht wussten, dass wir sie haben.“ Thom Jones