Vor ca. eineinhalb Jahren war mir ein ziemlich ramponierter Schubladenkasten vor dem Haus meines Schwiegervaters aufgefallen. Er wartete darauf entsorgt zu werden. Einige Sprünge, große Wasserflecken, abgeschlagene Kanten, kaputte Füße und fehlende Beschläge trugen nicht gerade dazu bei das Möbel zu einem Hingucker zu machen. Meine Frau meinte, dass durchaus Potential in ihm stecken würde. Restauriert könnte er sehr gut zur Einrichtung in unserem Streckhof im Burgenland passen.
Gesagt, getan. Ich nahm die Herausforderung an und es hat dann doch einige Monate gedauert, vom Transport zu uns nach Hause, bis ich die Zeit fand das Möbel zu überarbeiten. Was dabei herausgekommen ist, sieht man auf den Bildern.
Wirklich neu sind nur die Beschläge (Knöpfe und Eckenschutz) und die Farbe. Alles andere ist recycelt:
- Die Beschriftungsfelder auf den Schubladen stammen von Holzordnern aus den 60er Jahren.
- Die Füße waren ursprünglich an einem Tisch aus den 80ern und wurden rund gedrechselt.
- Spannungs- / Dehnungsrisse wurden neu verleimt und die Oberfläche komplett vor dem Auftrag der Farbe geschliffen.
- Die Versiegelung erfolgte mit Hartwachs und anschließender Politur.
- Um die Schubladen wieder leicht gängig zu machen wurden die Gleitflächen des Holzes mit Reststücken von Seife behandelt.
Um den etwas muffigen Geruch, den das alte Holz angenommen hatte zu entfernen, half zum einen das Abschleifen und offen stehen lassen. Zum anderen haben wir am Ende der Arbeiten noch Kräuter aus dem Garten in den Schubladen trocken lassen: Minze, Rosmarin, Lavendel, Thymian und einiges mehr.
Viel Spaß beim Ansehen 😀
